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Ölmarkt Unruhen sprechen für langfristig höheren Preis - 10.05.2011 11:18 Uhr

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wir erachten den kräftigen Preisrückgang bei Rohöl in der vergangenen Woche lediglich als Korrektur und nicht als Beginn eines länger anhaltenden Abwärtstrends, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Solange die Kämpfe in Libyen und die Unruhen im Nahen Osten anhalten würden, dürfte der Ölpreis gut unterstützt bleiben. Auch wenn dieser Faktor nachlasse, dürfte der Preis nicht mehr dauerhaft unter die Marke von 100 USD je Barrel fallen. Denn die OPEC-Länder würden langfristig höhere Ölpreise benötigen, um die im Zuge der Unruhen angekündigten Ausgabenerhöhungen finanzieren zu können.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass sich die Ölpreise langfristig auf einem höheren Niveau etablieren würden. Sofern es nicht zu einem Nachfrageeinbruch im Zuge einer Wirtschaftskrise komme, dürften die Preise nicht mehr dauerhaft unter die Marke von 100 USD je Barrel fallen. Hauptgrund hierfür sei das höhere benötigte Ölpreisniveau seitens der OPEC-Produzenten, nachdem die Staatsausgaben im Zuge der politischen Unruhen deutlich ausgeweitet worden seien. Zudem dürfte auch nach dem Ende der Unruhen ein Teil der Risikoprämie im Preis enthalten bleiben.

Die Analysten würden daher nur noch einen Rückgang des Brentölpreises auf 100 USD je Barrel bis zum Jahresende erwarten, wenn die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten nachlassen würden. Im kommenden Jahr dürfte der Ölpreis bis auf 110 USD je Barrel steigen. Dem liege die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft weiterhin dynamisch wachse und die Nachfrage vor allem aus den Schwellenländern robust bleibe. (10.05.2011/ac/a/m)

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