Lebensversicherung - Beteiligung im Fokus
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Lebensversicherungsfonds - LV-Fonds
Lebensversicherungen sind nicht nur in Deutschland nach wie vor beliebt, sondern auch in Großbritannien und in den USA. Die Lebensversicherung dient zum einen der Absicherung eventueller Hinterbliebenden sowie dem Vermögensaufbau bzw. der Altervorsorge. Doch häufig kommt es vor, dass Lebensversicherungen vor Laufzeitende gekündigt bzw. aufgelöst werden. Bei der Kündigung einer Lebensversicherung wird ein deutlicher Abschlag gegenüber dem inneren Wert des Vertrages vorgenommen. An dieser Stelle bieten unabhängige Institutionen den Service, die Lebensversicherung dem Versicherungsnehmer abzukaufen. Dabei wird ein Wert bezahlt, der überhalb des Rücknahmepreises der Versicherung liegt und unter dem inneren Wert. In großen Massen werden so bestehende Lebensversicherungen eingekauft und dem Investor als LV Fonds angeboten. Der Anleger hat also die Möglichkeit sich an diesem Paket zu beteiligen. Die Prämienzahlungen werden von der Institution weiter an die Versicherungen ausbezahlt. Die LV-Fonds sind in Deutschland sehr beliebt und sind nach der Schiffsbeteiligung und dem geschlossenem Immobilienfonds zur drittwichtigsten Beteiligungsform in Deutschland aufgestiegen.
LV-Fonds in DeutschlandIn Deutschland bestehen mehr Lebensversicherungen, als Bürger wohnen. Fast 100 Millionen Lebensversicherungsverträge gibt es in Deutschland. Nahezu jeder zweite Vertrag wird vor Laufzeitende gekündigt. Auch in der Zukunft wird durch die ständig sinkenden Renten der Run auf die Lebensversicherung weitergehen bzw. sich weiter verstärken und damit weitere Millionen von Verträgen gekündigt werden. Ein Kreislauf, der sich nicht aufhalten lässt.
Die Möglichkeit die Lebensversicherung zu verkaufen statt zu kündigen, ist den Deutschen bisher noch recht unbekannt.
Prognosen gehen allerdings von zweistelligen Wachstumsraten in der Branche aus. Der Trend seine Lebensversicherung gewinnbringend zu verkaufen wird sich also eher verstärken.
LV-Fonds in Großbritannien
Gemessen an dem Prämienvolumen ist der britische Lebensversicherungsmarkt weltweit der drittgrößte und in Europa der größte.
Im Gegensatz zur deutschen Kapitallebensversicherung gibt es in Großbritannien keine Beschränkung des Aktienanteils. Die britischen Policen dürfen also theoretisch bis zu 100 Prozent in Aktien investieren. In der Praxis übersteigt der Aktienanteil der Lebensversicherung allerdings selten 40 Prozent. Nichts desto Trotz gelten britische Lebensversicherung als dynamischer und renditestärker als die deutschen Lebensversicherungen. Die Geschichte der britischen Lebensversicherungen begann im Jahr 1844. Seitdem haben sich mehr als 200 Lebensversicherungsgesellschaften in Britain niedergelassen.
Mehr als 70 Prozent der abgeschlossenen Verträge werden vor Laufzeitende gekündigt. Für die Branche der Ankäufer von Lebensversicherung wirkt sich dabei besonders die Entscheidung der Finanzdienstleistungsausfsichtsbehörde aus, die die Lebensversicherungen auffordert, den Versicherungsnehmer auf den Vorteil durch den Verkauf der Lebensversicherung hinzuweisen.
Mehr als 80 Prozent der Versicherungsnehmer in Großbritannien wissen so über die Möglichkeit des Verkaufs ihrer Police auf dem Zweitmarkt bescheid.
Rendite
Die Laufzeiten von LV-Fonds liegen in der Regle zwischen 8 und 15 Jahren. Die Rendite der Lebensversicherungsfonds hängt stark von deren Ursprungsland ab. So werden in Deutschland meist mit Renditen zwischen 6 bis 8 Prozent gerechnet. In Britain zwischen 8 und 11 Prozent und in den USA in sogenannten US-Risikolebensversicherungspolicen gar bis zu 14 Prozent.
Die Rendite errechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem geschätzten Kaufpreis der Police und der vertraglich garantierten Ablaufleistung.
Risiken
Ein Risiko ergibt sich durch die ständig steigende Lebenserwartung. Ein zweites Risiko besteht, wenn sie LV-Fonds auf Fremdwährungen aufgelegt sind. Die Anleger müssen also mit Währungsschwankungen rechnen.
Der Anleger muss sich darüber im Klaren sein, dass das investierte Kapital in während der Vertragslaufzeit nur unter erheblichen Verlusten und unter erheblichen Aufwand liquidiert werden kann.


