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USA Biotech und Halbleiter outperformen schwachen Markt - 06.05.2011 09:03 Uhr

Wien (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Leitindices schwächten sich in dieser Woche deutlich ab und büßten die Gewinne der Vorwoche meist fast zur Gänze ein, so die Analysten der Erste Bank.

Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe im Rahmen der jüngsten Korrektur 1,9% verloren, der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe sich mit einem Minus von 1,4% hingegen relativ gut gehalten. Der NASDAQ-Index (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) sowie der Russell 2000 hätten überdurchschnittlich an Terrain verloren (-2% bzw. -3,8%).

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Nur zwei Sektoren hätten Zugewinne erzielen können. Aktien aus dem Bereich Biotechnologie würden sich nun schon seit einiger Zeit auffällig positiv entwickeln. Diese Woche sei das Plus des Sektors 0,5% gewesen. Angesichts des jüngst schwachen Gesamtmarktes sei dies jedoch eine beachtliche Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt. Ebenfalls positiv habe sich abermals der Halbleitersektor entwickelt (+0,5%). Seit Jahresbeginn seien Biotechnologieaktien (+11%) und Halbleiterwerte (+11%) neben den Sektoren Nahrungsmittel (+16%) und Medien (+12%) die am besten performenden Branchen in den USA.

Sehr schwach sei hingegen in der letzten Woche die Performance von Energie- und Rohstoffwerten gewesen (-5,9% bzw. -4,3%). Auch der Sektor Baumaterialien (-6,7%) und die Automobilzuliefererbranche (-4,3%) hätten eine deutliche relative Schwäche im Vergleich zum S&P 500 gezeigt. Ganz offensichtlich sei auch die anhaltende relative Schwäche der US-Banken. Dieser Sektor sei seit Jahresbeginn der zweitschwächste überhaupt (-6%). Aufgrund des anhaltenden Einbruchs des Immobilienmarktes sei es nicht verwunderlich, dass in diesem Jahr Unternehmen aus dem Baumaterialiensektor die schlechteste Branchenperformance überhaupt (-7%) hingelegt hätten.

Die zuletzt gemeldeten Wirtschaftsdaten würden ein uneinheitliches Bild zeigen. Einige Daten würden eine klare Verbesserung signalisieren, wie beispielsweise der Auftragseingang bei der Industrie (+3%) oder auch die Automobilverkäufe (10,2 Mio. nach zuletzt 9,9 Mio.). Anderseits schwäche sich die Entwicklung der Produktivität deutlich ab (+1,6%) nach zuvor noch +2,6%. Ein Zuwachs von etwa 4% im Jahresvergleich wäre erforderlich, um eine Entspannung am Arbeitsmarkt zu signalisieren. Derzeit sei das nicht absehbar.

Auch der ISM-Manufacturing Index habe sich im Vormonat leicht abgeschwächt (60,4 nach 61,2 davor). Das Stimmungsbild der Einkaufsmanager sei damit aber immer noch als positiv einzuschätzen und zeige, dass im Bereich der produzierenden Unternehmen klar der Optimismus überwiege. Etwas verhaltener sei da schon die Stimmung im Dienstleistungssektor. Hier habe sich der dafür maßgebliche Indikator, der ISM-Non Manufacturing-Index von einem Stand von 57,3 auf nunmehr 52,8 klar verschlechtert. Dennoch signalisiere dieser Stimmungsindikator weiterhin eine Expansion, wenn auch in wesentlich moderatem Tempo als im Produktionsbereich.

Die zuletzt deutlich gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise sollten rasch zur Beruhigung des US-Aktienmarktes beitragen. In der kommenden Woche könne demnach mit einer positiven Entwicklung der Leitindices gerechnet werden, zumal die jüngste Korrektur nur eine Bereinigung von Ungleichgewichten im mittelfristigen Aufwärtstrend gewesen sei. (06.05.2011/ac/a/m)

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