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US-BIP Revisionen prägen das Bild - 30.07.2010 17:26 Uhr
Hannover (aktiencheck.de AG) - Vor wenigen Minuten wurden in den USA erste Angaben zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal 2010 gemacht, so die Analysten der Nord LB.
Diesen - noch revisionsanfälligen - aktuellen Wachstumszahlen folgend habe die annualisierte Veränderungsrate bei nur 2,4% Q/Q gelegen. Der BIP-Preisdeflator habe im zweiten Quartal überraschend um 1,8% zugelegt. Bemerkenswert sei die Aufwärtsrevision der Wachstumsrate im ersten Quartal; statt einer 2,7% stehe hier nun eine 3,7%!
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Mit Blick auf den aktuellen Rand möge man kritisch auf den nicht mehr "so starken" privaten Konsum (was auch immer das meine) oder auf den "defizitären" Außenhandel verweisen, der heutige Report zeige aber auch, dass die Unternehmensinvestitionen anziehen würden. Dies sei ein eindeutig erfreuliches Signal, welches offenbare, dass die Firmen mit einem gewissen Optimismus in die Zukunft blicken würden. Zu bedenken sei zudem, dass das ausgeprägte Defizit im US-Außenhandel zunächst zwar zu einer Belastung des Wachstums in den USA führen möge, aber helfe, den globalen Konjunkturaufschwung zu stützen und damit mittelfristig auch der Wirtschaft der Vereinigten Staaten nutze.
Es bleibe festzuhalten, dass die schwächeren Zahlen am aktuellen Rand durch die Revision des Vorquartals relativiert würden. Zudem sehe die ganze Historie der Zeitreihe nun etwas anders aus - und passe inzwischen vom Timing her besser zum Bauchgefühl des interessierten Beobachters. Die weiteren Aussichten würden nach Auffassung der Analysten eher erfreulich bleiben.
Zwar würden sich die in monatlicher Periodizität gemeldeten Konjunkturdaten am aktuellen Rand nicht mehr ganz so stark zeigen - und der in der nächsten Woche zu veröffentlichende ISM Einkaufsmanagerindex könnte nach Auffassung der Analysten mit einem eher deutlicheren Rückgang Diskussionen um die Nachhaltigkeit des Aufschwungs auslösen - dennoch gebe es keine Signale, die in Richtung eines drohend "Double-Dips" deuten würden; eher im Gegenteil, denn man habe soeben Hinweise darauf erhalten, dass sich die Finanzsituation der privaten Haushalte positiver präsentiere, als bisher gedacht worden sei.
Zudem würden - zum Beispiel mit den jüngst veröffentlichten Angaben zu den Auftragseingängen - klare Fingerzeige in Richtung einer weiterhin vorhandenen Investitionsbereitschaft der Unternehmen existieren. Dafür spreche auch der im zweiten Quartal zu beobachtende signifikante Anstieg der Ausgaben für Ausrüstung und Software. Der Aufschwung sei also robust. Vor allem aufgrund der heute vorgenommenen Revisionen würden die Analysten ihre BIP-Prognosen zwar in den Details anpassen müssen, ihr grundsätzliches Bild von der Lage der US-Wirtschaft dabei aber nicht ändern. (30.07.2010/ac/a/m)
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