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EZB-Leitzinserhöhung überrascht nicht - 08.04.2011 15:54 Uhr

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der heutige Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) ist keine Überraschung, wenn man die Kommentare von Herrn Trichet vor einigen Wochen gehört hat, so Stewart Robertson, Chefvolkswirt Europa, Aviva Investors, zur heutigen Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Die Finanzmärkte würden nun davon ausgehen, dass das Zinsniveau zum Ende des Jahres um weitere 75 Basispunkte auf 2 Prozent steigen werde und um weitere 100 Basispunkte im Verlauf des Jahres 2012. Davon würde insbesondere die deutsche Wirtschaft mit ihren guten wirtschaftlichen Wachstumsdaten profitieren.

Allerdings erscheine eine restriktivere Geldpolitik für die Volkswirtschaften an der europäischen Peripherie ungeeignet, insbesondere für diejenigen, die sich unter den EU-Rettungsschirm hätten begeben müssen oder gerade dabei seien. Angesichts der weit reichenden Haushaltskonsolidierungen, die in diesen Ländern eingeleitet worden seien - oder unmittelbar anstünden - sei eine Zinserhöhung wohl das Letzte, was diese Volkswirtschaften nun gebrauchen könnten.

Die EZB werde diese gegenläufigen Anforderungen bei ihren weiteren Zinsentscheidungen in den kommenden 18 Monaten ausbalancieren müssen. Nach Einschätzung der Experten habe der Markt ein wenig vorschnell reagiert. Das Zinsniveau dürfte Ende 2012 durchaus näher an 2 Prozent als an 3 Prozent liegen. Die Prognose der Experten laute 2,25 Prozent. (08.04.2011/fc/a/m)

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