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DAX keine nachhaltige Konsolidierung - 09.05.2011 13:31 Uhr
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Ganz unerwartet war er nicht, der Kurseinbruch der vergangenen Woche, so die Deutsche Börse AG.
Viele Analysten hätten vor einer Überhitzung der Aktienmärkte gewarnt. Am Freitag hätten die Arbeitsmarktdaten aus den USA die Kurse aber wieder gen Norden geschickt. Eine anhaltende Konsolidierung würden die meisten Analysten ohnehin nicht prognostizieren - dafür seien die Fundamentaldaten zu gut. Am Montag morgen liege der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) bei 7.478 Punkten unverändert gegenüber dem Vorwochenschluss.
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Zum Wochenende hätten darüber hinaus Berichte über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone überrascht. Diese seien vom Vorsitzenden der Euro-Gruppe, dem EU-Gremium zur Koordination der Steuer- und Wirtschaftspolitik, Jean-Claude Juncker allerdings sofort dementiert worden. Schon vorab habe sich der Euro, der sich gegenüber dem US-Dollar derzeit ausgesprochen stark präsentiert, abgeschwächt. Als Grund würden Marktbeobachter die zurückhaltenden Äußerungen von EZB-Präsident Trichet am vergangenen Donnerstag nennen, die als Hinweis auf einen Aufschub weiterer Zinserhöhungen interpretiert worden seien.
"Es hat historisch schon weniger Gründe für eine ausgewachsene Konsolidierung gegeben", meine Robert Halver von der Baader Bank und verweise auf die europäische Schuldenkrise, die seiner Ansicht nach wenig glanzvollen Wachstumsraten der USA im ersten Quartal und den Inflationsdruck. Die Ängste vor einer deutlichen konjunkturellen Konsolidierung seien aber nicht gerechtfertigt: Die Konjunktur befinde sich lediglich im Übergang vom dynamischen Nachkrisenwachstum zu mehr Nachhaltigkeit. "Die Grundzutaten für eine bis zum Jahresende weitere Befestigung der Aktienmärkte im Allgemeinen und für den DAX im Speziellen sind unverändert gegeben."
Christian Stocker von der UniCredit Group zeige sich zurückhaltender, er erwarte für die kommenden Tage insgesamt etwas schwächere Kurse. "Die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA sind gemischt", erkläre der Analyst. Die Erwartungen bezüglich der Unternehmenszahlen für das erste Quartal seien zwar erfüllt worden, die Kurse hätten mittlerweile aber nicht mehr reagiert. "Es fehlt der Grund, Aktienbestände aufzustocken."
Das charttechnische Bild sei nach Einschätzung von Stefan Salomon aber unverändert gut. "Aus Sicht der übergeordneten Zeitebenen ist ein Anstieg in Richtung 7.800 bis 8.000 Punkte bis zum Sommer noch möglich", meine der freie technische Analyst. Allerdings dürfe die Marke von 7.364 Punkten auf Tagessicht nicht gebrochen werden. (09.05.2011/ac/a/m)
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