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Chinesische A-Aktien hochinteressant aber volatil - 10.06.2010 12:58 Uhr

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Ob die feste USD-Anbindung des CNY (Chinesischer Yuan) weiter bestehen bleiben wird, ist ungewiss, so Mark Artherton, Head of Emerging Markets Equities bei Aviva Investors.

Noch stehe nicht fest, wann und in welchem Ausmaß man den CNY anpasse; in jedem Fall gehe es hier um eine Entscheidung von erheblicher politischer und wirtschaftlicher Tragweite. Zwar wäre es der chinesischen Regierung lieber, wenn sich die Exporte (vor allem in die USA) vor einer Aufwertung des CNY nachhaltig verbessern würden und die rohstoffgetriebene Inflation sinken würde, aber politischer Druck könnte Peking früher als erhofft zum Handeln zwingen. Die Währungen von Malaysia, den Philippinen und Südkorea seien am stärksten an China gekoppelt. Konjunkturdaten und Bewertungen würden bereits darauf hindeuten, dass diese Volkswirtschaften aufgeschlossener seien, auch ihre eigenen Währungen aufzuwerten, wenn der CNY gestärkt werde.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Das Risiko, dem chinesische Banken durch Kreditvergabe an Regionalregierungen ausgesetzt seien, gebe inzwischen Anlass zur Sorge. Die Anleger würden fürchten, dass es bei den Darlehen, die Regionalregierungen zur Finanzierung ihrer Infrastrukturprogramme gewährt worden seien, zu Ausfällen kommen werde. Sollte die Anzahl der Not leidenden Kredite im Bankensystem massiv ansteigen, würden erhebliche Langzeitfolgen drohen.

Um diesen vorzubeugen, würden der Regierung nur zwei Auswege bleiben: entweder den Regionalregierungen oder den Banken finanziell aus der Patsche helfen. Vorzuziehen wäre es dabei, wenn die Zentralregierung Mittel an die Regierungen vor Ort überweise, damit diese ihre Kredite bedienen könnten. Wäre das der Fall, so dürfte es in den kommenden Monaten zu einer Neubewertung des Bankensektors kommen.

Aufgrund seiner Besonderheiten korreliere der A-Aktienmarkt weniger mit anderen globalen Märkten. Er sei wohl einer der wenigen "abgekoppelten" Märkte, die es in der Welt noch gebe. Hinzu komme, dass der hohe Anteil des Retailgeschäfts Ineffizienzen hervorrufe. Dadurch eröffne dieser Markt äußerst interessante Investmentgelegenheiten. Da er jedoch besonders volatil und unberechenbar sei, müssten Investoren hier besonders vorsichtig vorgehen. (10.06.2010/fc/a/m)

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