Suche

Wertpapiername, WKN, ISIN

Bundesanleihen tendierten fest - 10.05.2011 09:42 Uhr

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Ein florierender deutscher Außenhandel, fallende Hauspreise in Großbritannien und ein sinkendes Verbrauchervertrauen in der Eurozone waren nicht dazu angetan, die Schuldenkrise in Europa aus den Köpfen der Anleger zu verbannen, so die Analysten der Helaba.

Ein möglicher Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone, wie in Spiegel Online vermeldet worden sei, scheine jedoch recht unwahrscheinlich. Dennoch müsse weiterhin mit einer Umschuldung und neuen Krediten für den Mittelmeerstaat gerechnet werden. Die Herabstufung griechischer Anleihen von "BB-" auf "B" durch die Ratingagentur S&P habe weiter die Furcht der Anleger vor einer Ausweitung der Schuldenkrise geschürt.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Bundesanleihen hätten deshalb zum Wochenanfang weiter fest tendiert, wobei lange und mittlere Fälligkeiten besser als kurze Titel abgeschnitten hätten. Schwache Aktienmärkte in Europa und eine deutliche Ausweitung der Risikoaufschläge für Anleihen der EU-Peripherie hätten die Flucht in den sicheren Hafen qualitativ hochwertiger Bonds gestützt. 2-jährige Griechen würden mittlerweile über 26%, 5-jährige bei fast 22% und 10-jährige bei 16% rentieren. Die Risikoaufschläge 10-jähriger Iren hätten 38,5 BP, Portugiesen 23 BP und Spanier 15 BP gegen Bundesanleihen zugelegt. Italienische und belgische Staatsanleihen hätten sich dagegen mit Ausweitungen von ca. 8 BP noch recht gut gehalten.

In den USA habe sich der Bondmarkt trotz freundlicher Aktiennotierungen und einer Erholung an den Rohstoffmärkten in stabiler Verfassung präsentiert.

Bund- (124,21) und Bobl-Kontrakt (115,92) hätten 45 bzw. 21 Stellen fester geschlossen, der Schatz (107,45) sei 4 Ticks höher aus dem Markt gegangen. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe sei auf 3,11% gefallen, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen habe sich auf 140 BP ermäßigt. 10-jährige US-Treasuries würden einen BP niedriger bei 3,16% rentieren, der JGB-Future (140,70) verliere 10 Ticks. Der Euro gebe auf 1,433 US-Dollar nach, der Preis für das Barrel Öl steige auf 101,1 US-Dollar.

Heute richte sich das Interesse auf Produktionszahlen aus Frankreich (+0,4%/4,7%) und Italien (+0,8%/4%) im März. Importpreise (+1,8%/10,5%) in den Vereinigten Staaten im April dürften zudem wachsenden Inflationssorgen Vorschub leisten.

Am Primärmarkt würden die Niederlande heute 10-jährige (15.07.2021) DSL um 2 bis 3 Mrd. Euro aufstocken. Die Finanzagentur des Bundes begebe morgen neue 2-jährige Schatzanweisungen im Volumen von 7 Mrd. Euro, Italien platziere am Freitag BTPs im Volumen von 4 bis 6 Mrd. Euro.

Großbritannien versteigere heute Linker mit Laufzeit bis 2022 über 1,2 Mrd. GBP.

Das amerikanische Schatzamt platziere in dieser Woche 3- (32 Mrd. USD), 10- (24 Mrd. USD) und 30-jährige Treasuries (16 Mrd. USD) im Volumen von insgesamt 72 Mrd. USD.

Die neue 5-jährige Gemeinschaftsanleihe der Bundesländer Nr. 37 im Volumen von 1,5 Mrd. Euro sei 7 BP über Midswap platziert worden. Die KfW habe eine 2-jährige Anleihe im Volumen von 2 Mrd. Euro 34 BP unter Midswap begeben.

Dexia Municipal Agency begebe in Kürze Obligations Foncières, Einzelheiten seien noch nicht bekannt.

Die NRW.Bank sei mit einer 5-jährigen Anleihe im Volumen von 2 Mrd. Euro im Gespräch. (10.05.2011/ac/a/m)

Weitere Meldungen zu diesem Wertpapier - ISIN: DE0009652644