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Fondshandel abgekühlt - 27.07.2010 16:26 Uhr
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Fondshandel tut es den aktuellen deutschen Temperaturen gleich und zeigt sich eher von seiner kühleren Seite, so die Deutsche Börse AG.
Neben der Urlaubszeit werde auch die Unentschlossenheit des Marktes als Grund genannt. "Die großen Indices haben sich zu lange auf einer Stelle bewegt", glaube Marc Pfeiffer von ICF Kursmakler. "Anleger können einfach nicht erkennen, welche Richtung der Markt einschlägt und warten deshalb erst einmal auf mehr Stabilität." Gerade der DAX-Index hätte einmal zu viel die 6.000-Marke durchbrochen.
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Bei deutschen Fonds berichte die Baader Bank von Verkaufsüberhängen. "Die Anleger haben erst einmal Kasse gemacht", vermute Dirk Schröder. In der Charttechnik werde dann die DAX-Marke von 6.300 wieder interessant. "Investoren werden um diese Marke voraussichtlich wieder aktiver", vermute Schröder. Auch vom Fidelity Funds - European Growth Fund (ISIN LU0048578792/ WKN 973270) mit seinen europäischen Bluechips und vom DWS Deutsche Aktien (ISIN DE0008474289/ WKN 847428), der überwiegend große deutsche Konzernaktien im Portfolio halte, würden zumindest im börslichen Handel überwiegend Anteile verkauft.
Die Nachrichten eines gebremsten chinesischen Wachstums hätten vermutlich den Verkaufsüberhang bei Fonds mit den entsprechenden Unternehmen verursacht. "In vielen Fällen haben Verkaufslimits die Handelsaktivitäten ausgelöst", berichte Schröder. Anleger würden zum Beispiel zwei Baring Hong Kong China Fonds (ISIN IE0000829238/ WKN 972840 und ISIN IE0004866889/ WKN 933583) veräußern, wovon der erste in chinesische und taiwanesische Werte und letzterer überwiegend in Wertpapiere aus Hongkong investiere.
Auf der Käuferseite würden sich Anleger zum Beispiel für asiatische Dividendenfonds wie dem DJE - Asian High Dividend (ISIN LU0374456654/ WKN A0Q5KZ) interessieren. Marc Pfeiffer sehe auch Interesse an japanischen Werten. Anleger würden sich zum Beispiel große japanische Werte den JPM Japan Select Equity (ISIN LU0070214613/ WKN 987583) ins Depot legen.
Bei den Edelmetallen, allem voran Gold, sehe Schröder überwiegend Verkäufe. Mitte Juli sei der Preis unter die wichtige Marke von 1.200 US-Dollar gefallen und hätte sich dort auch mehr oder weniger gehalten. "Anleger verabschieden sich langsam von Gold und anderen Edelmetallen und setzen damit Liquidität für ein Engagement in die Aktienmärkte frei", glaube Dirk Schröder von der Baader Bank. Sie würden zum Beispiel Pioneer Funds Austria (ISIN AT0000857040/ WKN 970962) und Stabilitas - Pacific Gold+Metals (ISIN LU0290140358/ WKN A0ML6U) verkaufen, beides Fonds, die aktiv in Goldminen investieren würden. Einen zaghaften Lichtblick dagegen würden die Käufe des agold (ISIN DE000A0NEKK1/ WKN A0NEKK) bieten, der mit Rentenpapieren, physisch hinterlegtem Gold und Goldzertifikaten aber eher zu den Mischfonds zähle. (27.07.2010/fc/a/f)
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